Das sollten Sie jetzt wissen, wenn Sie Ihr Dach zukunftssicher sanieren möchten.

Noch attraktiver als bisher: Höhere Förderung für energetische Sanierung!

Die gute Nachricht für Bauherren und Sanierer: Wer sich jetzt für eine energetische Gebäudesanierung entscheidet, wird vom Staat mit höheren Förderungen belohnt. Für eine Dachsanierung bietet z. B. das KfW-Förderprogramm "Energieeffizient Sanieren" attraktive Investitionszuschüsse. Ein qualifizierter Energieberater hilft dabei, die Bedingungen für die Nutzung von Fördermitteln zu erfüllen. Deshalb gewährt die KfW bei Förderzusage für eine Sanierung auch einen verbindlichen Anspruch auf einen Baubegleitungszuschuss. Fakt ist aber: Ohne Energieberatung kein Zuschussantrag.

Diese Tipps sollte der Antragsteller bei seiner Planung berücksichtigen.

Vor Beginn der Dachsanierung muss abgeklärt werden, ob eine Einzelmaßnahme oder eine Komplettsanierung des Hauses geplant ist.

Ab 1. März 2015 gibt es attraktivere Zuschüsse für die Vor-Ort-Beratung

Die Vor-Ort-Beratung kann sich entweder auf eine Komplettsanierung eines Wohngebäudes zum KfW-Effizienzhaus beziehen oder sie beschreibt einen sogenannten Sanierungsfahrplan, d. h. eine umfassende energetische Sanierung in Schritten mit aufeinander abgestimmten Einzelmaßnahmen. Qualifizierte und unabhängige Berater für Vor-Ort-Beratungen sind in der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes gelistet. Der Zuschuss für Ein-/Zweifamilienhäuser liegt bei 60 % der Beratungskosten, maximal jedoch bei 800 Euro. Hat das Gebäude mindestens drei Wohneinheiten werden maximal 1.100 Euro bezuschusst. Beratungskosten für zusätzliche Erläuterung des Energieberatungsberichts in Wohnungseigentümerversammlungen oder Beiratssitzungen können auch bezuschusst werden, bis max. 500 Euro. Checklisten gibt es beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA.

Bares Geld für die Dachsanierung

Der Zuschuss der KfW Bankengruppe für Einzelmaßnahmen, z. B. die Dämmung von Dachflächen, beträgt 10 % der förderfähigen Kosten, wobei eine Obergrenze von 5.000 Euro je sanierter Wohneinheit gilt. Wichtig: Die Förderung muss in jedem Fall vor Beginn der Sanierung beantragt werden. Bei Förderzusage können 50 % der Kosten für eine Fachplanung und Baubegleitung bezuschusst werden, bis maximal 4.000 Euro. Der Energieberater übernimmt die Baustellenkoordination, erstellt ein Abnahmeprotokoll sowie einen Gebäudeenergieausweis. Mehr Infos zum KfW Investitionszuschuss: www.kfw.de/430

Wird von außen, auf die Sparren gedämmt, ist die gesamte Dachkonstruktion vollständig eingehüllt, ohne Wärmebrücken.

Technische Mindestanforderungen der KfW - was bedeutet das für die Dämmung?

Ein wichtiger Aspekt für die Qualität des Wärmeschutzes im Dach ist die so genannte "Wärmeleitfähigkeitsstufe" des Dämmstoffes, kurz WLS, die als dreistellige Zahl angegeben wird. Grundsätzlich gilt dabei, je niedriger die Zahl der WLS, desto besser ist die Leistungsfähigkeit des Dämmstoffes und umso höher ist die Dämmwirkung des Daches. Mit einem Hochleistungsdämmstoff lassen sich die technischen Mindestanforderungen der KfW vernünftig erfüllen. Für die Steildachsanierung wird ein U-Wert von 0,14 W(m²·K) verlangt. Ist das Schräg- oder Steildach nicht gedämmt, reichen beispielsweise 16 Zentimeter PU-Dämmung der Wärmeleitfähigkeitsstufe (WLS) 023 auf den Sparren. Wurde in der Vergangenheit bereits zwischen den Sparren gedämmt, kann die alte Zwischensparrendämmung verbleiben, auf die Sparren wird vollflächig eine Luftdichtheitsschicht verlegt und darauf dann eine PU-Aufsparrendämmung. Eine aufkaschierte Unterdeckbahn auf den Dämmelementen gewährleistet Regensicherheit und Winddichtheit.

PU-Lösung für die Sanierung: Dachaufbau mit einem U-Wert = 0,14 W/(m²·K)

Das entspricht dem Standard KfW-Effizienzhaus 55 und ermöglicht eine KfW-Einzelmaßnahmenförderung

1. Dachdeckung
2. Konterlattung / Belüftungsebene
3. PU-Aufsparrendämmelement 14 cm (WLS 026 ) bzw. 12 cm (WLS 023) mit werkseitig aufkaschierter Unterdeckbahn
4. luftdichte, diffusionshemmende Schicht (Dampfbremse)
5. Sparrenebene mit 8 cm bzw. 10 cm Faserdämmung (Bestand)
6. raumseitige Bekleidung (Bestand)

Der IVPU bietet auf www.daemmt-besser.de/steildach zusätzliche Planungshilfen an, die für Sanierer und Energieberater gleichermaßen hilfreich sind. Eine neutrale Fördermitteldatenbank des IVPU informiert über aktuelle Förderprogramme der Städte, Landkreise, Gemeinden, Energieversorger, Bundesländer und des Bundes.