Sommerlicher Hitzeschutz

Expertentipps für einen kühlen Kopf in heißen Sommern

Mit einer guten Wärmedämmung und außenliegende Sonnenschutzsystemen an den Fenstern bleiben Dachräume auch im Sommer angenehm temperiert.

Sonne satt und laue Abende im Freien: Fast jeder freut sich auf die kommenden warmen Tage. Doch Innenräume, die nicht mehr richtig abkühlen können, dämpfen die Lust auf den Sommer. Dipl.-Ing. Tobias Schellenberger, Geschäftsführer des Industrieverbandes Polyurethan-Hartschaum (IVPU) gibt Tipps, was man gegen überhitzte Dachräume unternehmen kann.

Was macht Wärmeschutz im Sommer zu einem wichtigen Thema?

Dachflächen über einer ausgebauten Dachwohnung können sich an heißen Sommertagen auf über 80 Grad aufheizen. Die Kühlung über Klimageräte ist wegen des hohen Energiebedarfs teuer. Ein optimaler Hitzeschutz muss daher bei einer Dachsanierung berücksichtigt werden.

Gibt es hierzulande unterschiedliche sommerliche Klimaregionen?

Deutschland wird in drei Sommer-Klimaregionen unterteilt: Als "sommerkühl" gelten beispielsweise die Mittelgebirgsregionen, als "gemäßigt" die Stadt Berlin und als "sommerheiß" das Rheintal. Die EnEV legt in Abhängigkeit von diesen Klimaregionen fest, wie hoch die Innentemperaturen in Wohngebäuden sein dürfen.

Welche Faktoren beeinflussen die Raumtemperatur?

Die direkte Sonneneinstrahlung in den Raum, die Ausrichtung und die Größe der Dachfenster, die Nachtlüftung und der Wärmeschutz eines Daches. Experten sprechen vom "thermischen Verhalten des Raumes", für die Bewohner beeinflussen diese Faktoren einfach das Wohlgefühl in den eigenen vier Wänden.

Was bietet genügend Schutz vor Hitze?

Eine leistungsfähige Aufsparrendämmung und ein wirksamer außen liegender Sonnenschutz der Dachfenster dämmen den Wärmefluss von außen nach innen spürbar ein. Das belegen auch Untersuchungen des Forschungsinstituts für Wärmeschutz (FIW) München. Wie gut ein Dach vor Hitze schützt, hängt vom Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) ab. Je niedriger er ist, desto weniger Wärme dringt in den Dachraum ein.

Infos dazu gibt es etwa unter www.daemmt-besser.de/steildach/wohnbehaglichkeit.

Hochleistungsdämmstoffe sind besonders wirksam, da sie sich durch eine sehr niedrige Wärmeleitfähigkeit und damit hohe Dämmleistung auszeichnen.

Dipl.-Ing. Tobias Schellenberger, Geschäftsführer des Industriebverbandes Polyurethan-Hartschaum (IVPU), gibt Tipps zum sommerlichen Wärmeschutz.

Fakten-Check: Sommerlicher Wärmeschutz

  • Die EnEV 2014 fordert in vielen Fällen den verbindlichen Nachweis für sommerlichen Wärmeschutz.
  • Architekten, Planer oder Handwerker tragen die Verantwortung für die fachgerechte Planung der Dachsanierung.
  • Außenliegender Sonnenschutz an Dachfenstern und Gauben halten direkte Sonnenstrahlen ab.
  • Massive Wände, Decken und Fußböden speichern Wärme, die durch Lüften nachts und frühmorgens abgeführt wird.
  • PU-Hochleistungsdämmstoffe dämmen den Wärmefluss während der heißen Stunden ein und verringern so die Aufheizung der Räume.

Schauen Sie sich hier den WebTV-Spot zum sommerlichen Hitzeschutz an.

Ohne ausreichenden Wärmeschutz kann der Aufenthalt in Dachräumen während der Sommermonate zu einer schweißtreibenden Angelegenheit werden.