Die Top 5 Renovierungsgründe

Wenn private Bauherren ihre Renovierungsabsichten begründen sollen, stehen Wohnqualität und der Komfort ganz oben auf der Liste. Weitere Gründe sind: Energieeinsparung und Kostensenkung, optische Aufwertung und Verschönerung, Werterhalt und Sicherheit. So das Ergebnis der Umfrage „Der Private Baumarkt 2014“ des Fachschriften-Verlags über die geplante Durchführung einer baulichen Renovierungsmaßnahme.

Das Ergebnis überrascht nicht, denn Wohnbehaglichkeit ist Lebensqualität. Fest steht auch: Je mehr Energie eingespart werden soll, umso höher werden die technischen Anforderungen an Bauelemente, Bauteile und Dämmstoffe. „Viel hilf viel“ ist allerdings nicht der richtige Weg, wenn es um die Verbindung von Wohnqualität, Immobilienwert und maximaler Energieeinsparung geht.

Ob Dach, Wand, Boden oder Decke - raumumschließende Bauteile wirken auf das Raumklima und das Wohlbefinden der Bewohner ein. Sie beeinflussen z. B. die Raumlufttemperatur, die relative Feuchte der Raumluft und selbst die Geschwindigkeit, mit der sich die Luft im Raum bewegt. Ob man sich in einem Raum wirklich wohl fühlt, hängt also von vielen Faktoren ab. Experten sprechen hier von der „thermischen Behaglichkeit“, für die Bewohner ist es einfach das Wohlfühlen in den eigenen vier Wänden.

Sicher ist: Wärmedämmung beeinflusst ganz entscheidend die Behaglichkeit und Raumluft. Unzureichend gedämmte Wände, Decken, Böden und Dachflächen kühlen im Winter an der Innenseite stark aus und strahlen Kälte in den Innenraum ab. Man hat schnell das Gefühl, dass „es zieht“, und es wird zunehmend „ungemütlich“ - selbst wenn die Raumtemperatur bei 21° C liegt. Die Heizung weiter aufzudrehen hilft nicht. Das unbehagliche Gefühl bleibt, lediglich der Heizenergieverbrauch steigt.

Mit einer hochwertigen und fachgerecht ausgeführten Wärmedämmung bleibt die Kälte draußen und die Wärme drinnen. Wandinnenflächen, Decken, Böden und Dachflächen bleiben während der Heizperiode warm und strahlen Wärme nach innen ab. Es können sich keine Feuchtigkeit und kein Nährboden für Schimmelpilze bilden.

Müssen Häuser „atmen“ können?

Klare Antwort: Nein.
Da es heutzutage üblich ist, täglich zu duschen und häufig zu kochen, wird in den Räumen Feuchtigkeit freigesetzt, die ins Freie abgeführt werden muss, damit kein Tauwasser entsteht. Während früher die Wohnungslüftung hauptsächlich unkontrolliert durch Fenster- und Türritzen stattfand, wird der Luftaustausch bei modernen Gebäuden auf ein Minimum reduziert. Gelegentlich hört man Klagen über „zu dichte“ Wohnungen und die Forderung, dass Häuser „atmen“ müssen. 
Häuser atmen jedoch nicht - und haben das noch nie getan. Über verputzte Wände findet kein relevanter Feuchtigkeitsaustausch statt und Dämmsysteme machen Häuser nicht dichter. Wird bei der Sanierung z. B. die Wanddämmung mit dem Austausch der alten Fenster kombiniert, muss bei der Planung auch das Lüftungsverhalten der Bewohner angesprochen werden. Die neuen und dichten Fenster verhindern die bisherige „Zwangslüftung“ über Ritzen und Fugen. Feuchtigkeit und verbrauchte Luft kann nur durch regelmäßiges Lüften abgeführt werden.