Wenn Häuser in die Jahre kommen

Macht die energetische Sanierung von Altbauten Sinn?

„Lohnt sich das?“ fragen sich viele Hausbesitzer, die Baumaßnahmen an ihrem Haus planen aber unsicher sind, ob sie neben dem Austausch der Fenster auch noch dämmen sollen.

Schauen wir zuerst einmal auf den Energieverbrauch: Ganze 70% des Endenergieverbrauchs für Raumwärme und Warmwasserbereitung werden durch Wohngebäude verursacht, die vor 1979 gebaut wurden (dena-Gebäudereport 2015). Konkret betrifft das die Energie, die von außen und in der Regel auch kostenpflichtig an das Gebäude geliefert wird, wie z. B. Heizöl, Gas oder Holzpellets. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen zählt auch die Nutzung von Solar- oder Umweltwärme zum Endenergieverbrauch.

Es wird also viel Energie dafür aufgewendet, Warmwasser bereit zu halten und in der kälteren Jahreszeit Innenräume auf angenehme 21° C zu heizen. Es geht um ineffiziente Heiztechnik, marode Fenster und um Wärme, die leider durch schlecht gedämmte Dächer, Wände und Böden in die Umwelt entweicht. Und es geht um die „energetische Sanierung“, also Maßnahmen, die aus einem energiefressenden Altbau ein behagliches und energiesparendes Gebäude machen.

Fakt ist, dass die energetische Sanierung nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leistet. Werden private Hauseigentümer individuell, unabhängig und ergebnisoffen beraten, lohnt es sich auch für sie.

Wärmedämmung ist mehr als nur Energieeinsparung. Sie hält die Wärme in den Räumen, erhöht den Wohnkomfort und führt so zu einem Stück mehr Lebensqualität.

5 gute Gründe für eine Investition, die sich rechnet

1. Energetische Sanierung bedeutet nicht nur Fassadendämmung. Für fast jeden Altbau gibt es Lösungen, von denen die Bewohner profitieren. Kleinere Einzelmaßnahmen wie z. B. die Dämmung der obersten Geschossdecke oder von Rollladenkästen, aber auch die Modernisierung von Sanitärsystemen zeigen Wirkung und rechnen sich.

2. Energetische Sanierung lohnt sich insbesondere dann, wenn z. B. eine Dacheindeckung erneuert werden soll oder ein Anstrich der Fassade geplant ist. Diese Gelegenheiten gilt es zu nutzen. Zieht man z. B. die Kosten für die Erneuerung der Dachziegel oder das Aufstellen und Mieten eines Baugerüsts von der Gesamtrechnung ab und betrachtet z. B. nur die Dämmkosten, so rechnen sich diese meist in kurzer Zeit durch die erzielte Heizenergieeinsparung.

3. Energetisches Sanierung ist eine Aufgabe für Profis. Nur Fachleute - also entsprechend ausgebildete, neutrale Energieberater sowie geschulte Fachhandwerker - können individuell beraten und fachgerecht ausführen. Als Experten berücksichtigen sie den Bauzustand und kennen die technischen Möglichkeiten. Sie erstellen ein Sanierungskonzept, empfehlen Einzelmaßnahmen, die aufeinander aufbauen können und loten die Fördermöglichkeiten aus. Fachleute bieten Know-how und stehen in der Gewährleistung.

4. Es gibt keine Patentlösung für die energetische Sanierung. Jedes Haus muss individuell betrachtet werden. Dazu gehören z. B. Baualter, Standort, Qualität der Bausubstanz und Zustand der Bauteile, die saniert werden müssen. Aber auch die Bewohner und deren Verhalten sollten bei der Beratung berücksichtigt werden. Wie viele Personen leben in dem Haus? Wie sparsam wird geheizt und wie hoch ist das Bedürfnis nach Wärme? Wie sieht das Lüftungsverhalten aus? Das Nutzerverhalten ist Bestandteil einer qualifizierten Beratung. Auch nach der Sanierung trägt das Verhalten der Bewohner entscheidend zum Einsparerfolg der Sanierung bei.

5. Energetische Sanierung ist ein Gewinn für alle Sinne. Energieeinsparung ist nicht der einzige Grund für eine Sanierung. Es ist ein gutes Gefühl in das Eigenheim zu investieren: mehr Wohnkomfort, höherer Immobilienwert, bessere Vermietbarkeit und - passend zu den jeweiligen Wünschen und Bedürfnissen - mehr Lebensqualität.

Eine Bemerkung am Schluss: Es gibt keinen Grund, die energetische Sanierung nur unter streng wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu betrachten, weil sie sich zusätzlich auch noch amortisieren kann.

Weitere Informationen zur energetischen Sanierung mit Wärmedämmung: www.daemmt-besser.de