Jung und Alt unter einem Dach

Sanierung zu einem Mehr-Generationen-Haus

„Eine Wohnform, die zu Zeiten unserer Großeltern noch sehr verbreitet war, passt zu unserem Lebensstil.“ Diesen Entschluss fasst eine Familie in Stuttgart, als es darum geht, das Haus der Eltern zu einem Mehr-Generationen-Haus zu sanieren. Eine bewusste Entscheidung, da heutzutage ein Zusammenleben nicht zwingend nötig ist. Der Mikrozensus 2012 „Haushalte und Lebensformen“ des Statistischen Bundesamts zeigt, dass nur in knapp 2 % der Mehrgenerationenhaushalte drei oder mehr Generationen zusammen leben. Für die Stuttgarter Familie ist jedoch wichtig, dass das Haus mit Baujahr 1963 nicht verkauft, sondern in der Familie bleibt und eine spätere Pflege der Oma zu Hause möglich ist. Mit dem Umbau soll es auch energetisch saniert werden.

Was saniert wird und wie die einzelnen Sanierungsschritte aussehen, zeigt diese Bilderstrecke:

Wer es genau wissen möchte: Bauteile, Dämmstoffdicken und U-Werte

Das Dach, die Außenwand und die Kellerdecke werden mit Wärmedämmung energetisch saniert.

Steildach

Das alte Dach hatte eine Dämmung zwischen den Sparren mit 5 cm dicken Holzwolleleichtbauplatten, verbunden mit einem Polystyrol-Kern. U-Wert des alten Dachaufbaus: 1,10 W(m²·K).


Das neue Dach wird ausgebaut und mit 16 cm dicken PU-Dämmplatten Wärmeleitfähigkeitsstufe (WLS 023) saniert. Der U-Wert nach der Sanierung beträgt 0,10 W(m²·).


Neu sind die PU-Dachgauben: Der Aufbau der Gaube erinnert an eine Holzrahmenkonstruktion. Die Elemente sind außen und innen mit einer 2 cm dicken OSB-Platte beplankt. Das Gefach ist mit PU-Hartschaum, WLS 027, 12 cm dick, gedämmt.


Neu ist auch eine Dachterrasse: Druck- und trittfeste Polyurethan-Dämmplatten halten hier dynamischen Belastungen stand und bieten eine hocheffiziente Dämmwirkung bei niedriger Aufbauhöhe. Polyurethan-Gefälledämmplatten sorgen für die Ableitung von Regenwasser. Der geschlossenzellige Aufbau des Dämmmaterials unterbindet zudem die Feuchtigkeitsaufnahme, die bei luftdurchlässigen und diffusionsoffenen Faserdämmstoffen auftreten kann.

Außenwand

Die bestehende Außenwand war mit 6 cm Polystyrol, WLS 040 gedämmt und hatte einen U-Wert von 0,60 W(m²·K).


Nach der Sanierung auf dem bestehenden WDVS mit 10 cm dicken PU, WLS 027, im neuen WDVS, hat die Außenwand einen U-Wert von 0,19 W(m²·K).

Keller

Bei der Sanierung des Kellers erzielt die 10 cm dicke PU-Dämmung, WLS 023, an der Kellerdecke einen U-Wert von 0,23 W/(m²·K). Die Innenwand des Kellers erhält eine Verbundplatte, die aus 6 cm Polyurethan, WLS 023, und 6 mm Kalziumsilikatplatte besteht. Der U-Wert nach der Sanierung beträgt 0,35 W/(m²·K).

Es lohnt sich also, über neue Wohn- und Lebensformen nachzudenken. In eine energetische Sanierung zu investieren, weiterhin in einer Gemeinschaft zu leben, die eigene Wohnqualität zu verbessern und den Heizenergieverbrauch spürbar zu senken – ein gutes Gefühl!

Mehr Informationen:

Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014: Vorgaben, Nachrüstpflichten, Energieausweis Informationen beim Portal „Energie-Fachberater

Wärmedämmung mit PU-Dämmstoffen www.pu-tut-gut.de