Das sollten Sie jetzt wissen, wenn Sie Ihr Dach zukunftssicher sanieren möchten.

Zuschuss für die energetische Sanierung!

Die gute Nachricht für Bauherren und Sanierer: Wer sich jetzt für eine energetische Gebäudesanierung entscheidet, wird vom Staat mit Förderungen belohnt. Für eine Dachsanierung bietet z. B. das KfW-Förderprogramm "Energieeffizient Sanieren" attraktive Investitionszuschüsse. Ein qualifizierter Energieberater hilft dabei, die Bedingungen für die Nutzung von Fördermitteln zu erfüllen. Deshalb gewährt die KfW bei Förderzusage für eine Sanierung auch einen verbindlichen Anspruch auf einen Baubegleitungszuschuss. Fakt ist aber: Ohne Energieberatung kein Zuschussantrag.

Diese Tipps sollte der Antragsteller bei seiner Planung berücksichtigen.

Vor Beginn der Dachsanierung muss abgeklärt werden, ob eine Einzelmaßnahme oder eine Komplettsanierung des Hauses geplant ist.

Zuschüsse für die Vor-Ort-Beratung

Die Vor-Ort-Beratung kann sich entweder auf eine Komplettsanierung eines Wohngebäudes zum KfW-Effizienzhaus beziehen oder sie beschreibt einen sogenannten individuellen Sanierungsfahrplan, d. h. eine energetische Sanierung in Schritten mit aufeinander abgestimmten Einzelmaßnahmen. Qualifizierte und unabhängige Berater für Vor-Ort-Beratungen sind in der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes gelistet oder vom BAFA als Berater zugelassen. Der Zuschuss für Ein-/Zweifamilienhäuser liegt bei 60 % der zuwendungsfähigen Beratungskosten; maximal 800 Euro bei Ein- und Zweifamilienhäusern und maximal 1.100 Euro bei Wohnhäusern mit mindestens drei Wohneinheiten. Beratungskosten für zusätzliche Erläuterung des Energieberatungsberichts in Wohnungseigentümerversammlungen oder Beiratssitzungen können auch bezuschusst werden, bis max. 500 Euro. Informationen gibt es beim BAFA.

Bares Geld für die Dachsanierung

Die KfW Bankengruppe Bezuschusst auch Einzelmaßnahmen, wie z. B. die Dämmung von Dachflächen. Dabei gilt: Je besser die künftige Energie­effizienz des Wohn­raums ist, desto höher ist auch der Investitions­zuschuss. Wichtig: Die Förderung muss in jedem Fall vor Beginn der Sanierung beantragt werden. Mehr Infos zum KfW Investitionszuschuss: www.kfw.de/430

Wird von außen, auf die Sparren gedämmt, ist die gesamte Dachkonstruktion vollständig eingehüllt, ohne Wärmebrücken.

Technische Mindestanforderungen der KfW - was bedeutet das für die Dämmung?

Ein wichtiger Aspekt für die Qualität des Wärmeschutzes im Dach ist die so genannte "Wärmeleitfähigkeitsstufe" des Dämmstoffes, kurz WLS, die als dreistellige Zahl angegeben wird. Grundsätzlich gilt dabei, je niedriger die Zahl der WLS, desto besser ist die Leistungsfähigkeit des Dämmstoffes und umso höher ist die Dämmwirkung des Daches. Mit einem Hochleistungsdämmstoff lassen sich die technischen Mindestanforderungen der KfW vernünftig erfüllen. Für die Steildachsanierung wird ein U-Wert von 0,14 W(m²·K) verlangt. Ist das Schräg- oder Steildach nicht gedämmt, reichen beispielsweise 16 Zentimeter PU-Dämmung der Wärmeleitfähigkeitsstufe (WLS) 023 auf den Sparren. Wurde in der Vergangenheit bereits zwischen den Sparren gedämmt, kann die alte Zwischensparrendämmung verbleiben, auf die Sparren wird vollflächig eine Luftdichtheitsschicht verlegt und darauf dann eine PU-Aufsparrendämmung. Eine aufkaschierte Unterdeckbahn auf den Dämmelementen gewährleistet Regensicherheit und Winddichtheit.

PU-Lösung für die Sanierung: Dachaufbau mit einem U-Wert = 0,14 W/(m²·K)

Dieser Dachaufbau entspricht den Anforderungen an den KfW Effizienzhaus-Standard 55 und die Dachdämmung wird als Einzelmaßnahme gefördert.

1. Dachdeckung
2. Dachlatte / Konterlattung / Belüftungsebene
3. PU-Aufsparrendämmelement mit werkseitig aufkaschierter Unterdeckbahn
4. luftdichte, diffusionshemmende Schicht (Dampfbremse)
5. Sparrenebene mit vorhandener Dämmschicht und Luftschicht (Bestand)
6. raumseitige Bekleidung (Bestand)

Der IVPU bietet im Ratgeber Steildach Aktuell zusätzliche Informationen zur PU-Steildachdämmung. Eine Übersicht verschiedener Fördermöglichkeiten findet man hier.